Über Schwächen und Infarkte – Neu an der Medizinischen Fakultät: Professor Matthias Totzeck

In Deutschland gehört der Infarkt weiter zu den häufigsten Todesursachen. Dr. Matthias Totzeck, neuer Herzinfarkt-Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), erforscht am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) u.a. neue diagnostische und therapeutische Verfahren des akuten Herzinfarkts (Myokardinfarkt). Zugleicht leitet er den Bereich der Allgemeinen und Akutkardiologie.
Prof. Dr. Matthias Totzeck (Fotonachweis: UDE/Frank Preuß)

Damit sich Herzschäden eindeutiger charakterisieren lassen, nutzt der 39-Jährige am UK Essen u.a. neue Verfahren wie die 3D-Analyse von Gewebeproben. „Mit den von uns entwickelten Methoden war es bereits möglich, neuartige Signalwege zu identifizieren, durch die viele Prozesse am Herzen während und nach einem akuten Infarkt positiv beeinflussbar sind. Das ist völlig neuartig“, freut sich Totzeck.

„Die Ursache für akute Herzmuskel-Schwächen ist nicht immer ein Infarkt. Chemo, Bestrahlung oder andere Tumorbehandlungen sind dazu ebenfalls in der Lage“, sagt der Professor. Neben Schäden am Herz-Kreislaufsystem erfasst er in der Essener Onko-Kardiologie u.a. die Nebenwirkungen von Krebstherapien und versucht, sie zu beheben.

Matthias Totzeck studierte von 2001 bis 2007 Medizin an der Universität Düsseldorf. In seiner sehr guten Promotion (2008) diskutierte er die Bedeutung von Stickstoffmonoxid (NO) für die Pumpfunktion des menschlichen Herzens. 2008/09 war er Kardiologe an der Universitätsklinik Aachen, ging dann bis 2015 ans Uniklinikum Düsseldorf und wechselte schließlich ans UK Essen. Seitdem leitet er an der Klinik für Kardiologie und Angiologie den Bereich Allgemeine und Akutkardiologie.
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