Schwarzer Hautkrebs – Ansprache auf Medikamente früh erkennen

Das maligne Melanom, besser bekannt als „schwarzer Hautkrebs“, hat oft einen gravierenden Verlauf. Haben Betroffene bereits Metastasen ausgebildet, gilt der Einsatz der sogenannten PD-1 Checkpoint Inhibition heute als wirksamste Therapie. Doch sie greift nur etwa bei jedem zweiten Patienten. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun untersucht, wie sich frühzeitig feststellen lässt, wer von der Therapie profitieren wird. Hierüber berichtet das renommierte Fachmagazin Annals of Oncology in seiner aktuellen Ausgabe.
Bei einem metastasierten malignen Melanom ist es wichtig, möglichst früh im Behandlungsverlauf zu erkennen, wer von einer Therapie profitieren wird. Doch so wirksam die PD-1 Checkpoint Inhibition auch ist: Die Ansprechrate dieser Immuntherapie liegt nur bei 40 bis 60 Prozent. Zudem ist eine Vorhersage, ob ein Patient auf den Wirkstoff ansprechen wird oder nicht, bislang nur eingeschränkt möglich.

Das hat Wissenschaftlern der Klinik für Dermatologie, des Instituts für Transfusionsmedizin und der Abteilung „Translational Skin Cancer Research“des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) am Universitätsklinikum Essen – es besitzt weltweit ein hohes Renommee in der Hautkrebsforschung – keine Ruhe gelassen. Sie haben Blutproben von mehr als 200 Patienten mit malignem Melanom untersucht, und die Messwerte vor Beginn einer Therapie mit dem späteren Therapieerfolg abgeglichen. Die Proben stammten aus der deutschlandweiten Registerstudie ADOREG-TRIM (Tissue Registry for Melanoma).

Das Ergebnis: Diejenigen Patienten, die bereits vor Beginn einer Immuntherapie mit PD-1 Checkpoint Inhibitoren erhöhte Serumwerte der Proteine PD-1 oder PD-L1 im Blut aufwiesen, sprachen deutlich schlechter auf die Therapie an und hatten eine schlechtere Überlebensprognose. Interessanterweise zeigte sich dieser Zusammenhang bei Patienten unter Therapie mit Kinaseinhibitoren nicht. Somit könnte die Messung von PD-1 und PD-L1 Molekülen im Blut eine neue Methode zur Hilfe beim Therapieentscheid für oder gegen eine Checkpoint Immuntherapie versus Kinaseinhibitortherapie darstellen.

Ziel der Forscher ist, die Proteine zukünftig als Vorhersagefaktor etablieren zu können.

Link zur Publikation: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31912789
Kontakt: Prof. Selma Ugurel (selma.ugurel@uk-essen.de)

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