Neues Wahlfach GenderMedizin

Vom 11. bis 21. Februar wurde an der Medizinischen Fakultät zum ersten Mal ein Wahlfach zu geschlechtsspezifischer Medizin, bekannt unter dem Begriff GenderMedizin, angeboten. Insgesamt waren 18 Lehrende aus allen 5 Forschungsschwerpunkten der Fakultät beteiligt.
Im Bereich der geschlechtsspezifischen Medizin neue Wege einzuschlagen, haben sich PD Dr. Andrea Kindler-Röhrborn und Prof. Dr. Anke Hinney, seit Kurzem Prodekanin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Diversität, zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf die Fahnen geschrieben. Denn obwohl es zwischen Frauen und Männern eindeutige und zum Teil gravierende biologische Unterschiede gibt, steckt die geschlechtsspezifische Erforschung und Therapie von Erkrankungen noch immer in den Kinderschuhen.

In vielen Bereichen ist noch immer der Mann das Maß der Dinge. So wurden zum Beispiel sehr viel mehr Männer als Frauen in klinische Studien eingeschlossen. Nach einer Einführung ins Thema durch die Initiatorinnen ging es an die inhaltliche Arbeit. Die vorgestellten Themen reichten von Onkologie, über Genetik, Immunologie, Endokrinologie, Autoimmunerkrankungen, Transplantation, Ernährung, Kardiologie, Pharmakologie, Physiologie, Schmerz, Ophtalmologie und Kinder und Jugendpsychiatrie bis hin zu Tiermodellen, Digitalisierung in der Medizin und Urban Health.

Insgesamt nahmen sieben Studierende in klinischen Semestern an dem Wahlfach teil, und nicht nur Frauen! Die Dozentinnen und Dozenten waren damit klar in der Überzahl, das zeigt auch das große Interesse an dem Thema bei den Kolleginnen und Kollegen. „Wir sehen das als einen Ansporn, dem Thema zukünftig mehr Gewicht zu verleihen“, betont PD Dr. Andrea Kindler-Röhrborn.

Und tatsächlich wurden die Erwartungen übertroffen. Neben einem durchweg positiven Feedback von Vortragenden und Teilnehmenden gab es zahlreiche Impulse für geschlechtsspezifische medizinische Studien.

Für die Zukunft ist geplant, GenderMedizin zunächst weiter als Wahlfach anzubieten, möglicherweise ergänzt um eine SummerSchool, bei der das Thema vertieft werden kann.

„Unsere Vision ist natürlich, Gendermedizin im Curriculum zu verankern, aber bis dahin müssen wir noch einiges an Aufbauarbeit und Überzeugung leisten“, so Prof. Anke Hinney.

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