Neue Studie am LVR-Klinikum: Wie kann Menschen mit Autismus beim sozialen Austausch geholfen werden?

Ein Team aus Wissenschaftler*innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen erforscht in Kooperation mit der University of Oxford in einer Studie die neuronalen Grundlagen von Problemen, die Menschen mit Autismus in sozialen Situationen begegnen. Die Stiftung Irene fördert das Projekt zu prosozialem Lernen und Autismus, das im Oktober 2020 startet und 3 Jahre läuft. Es ist am LVR-Klinikum Essen angesiedelt und wird von Dr. Benedikt Langenbach und Prof.‘in Dr. Katja Kölkebeck geleitet.
1982 gründeten Eltern einer autistischen Tochter die Stiftung Irene, die sich der Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) in Deutschland verschrieben hat. Genau da setzt die Studie an: „In der Behandlung und der Forschung kann beobachtet werden, dass Menschen mit ASS mit hoher Funktionalität, also ohne intellektuelle Einschränkungen, trotzdem häufig Probleme haben, sich in sozialen Situationen gemäß den gesellschaftlichen Regularien zu verhalten; das kann im sozialen Austausch zu Problemen führen“, sagt Psychologe und Studienleiter Dr. Langenbach.

Den Forschenden geht es vor allem um prosoziales Verhalten, das heißt Verhaltensweisen, von denen auch andere Menschen profitieren können, indem ihnen zum Beispiel eine Freude gemacht oder geholfen wird. „Wir möchten herausfinden, wie Menschen mit Autismus prosoziales Verhalten lernen können und wie ihnen der Austausch mit anderen Menschen erleichtert werden kann“, fasst Langenbach zusammen. Die Erkenntnisse sollen langfristig genutzt werden, um gezieltere Interventionen für prosoziales Lernen zu entwickeln, die spezifisch an veränderten neuronalen Mechanismen ansetzen – dies könnte beispielsweise durch Verhaltenstherapie, Hirnstimulation oder Neurofeedback erfolgen.

Weiterführende Links
zur Stiftung Irene: http://www.stiftung-irene.de
zum LVR-Klinikum Essen: http://www.klinikum-essen.lvr.de

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