Medizinstudium: Anamnese üben in Zeiten von Corona – wie funktioniert das?

Der derzeitige Lockdown stellt Medizin-Studierende im ersten klinischen Semester vor große Herausforderungen: Denn in diesem Abschnitt des Medizinstudiums wird eigentlich die direkte Kommunikation mit Patientinnen und Patienten trainiert. Ein fester Bestandteil von zukünftigen Prüfungen und entscheidend für die spätere ärztliche Praxis. Aufgrund der aktuellen Situation kann der U-Kurs, in dem diese Fertigkeiten eingeübt werden, nicht in Präsenz beendet werden und so fehlen praktische Erfahrungen im Umgang mit Patienten.
An der Medizinischen Fakultät der UDE wird intensiv an Lösungen gearbeitet. In diesem Fall wurde ein eigenes Online-Format entwickelt. Hier konnten die Studierenden jetzt unter anderem in einem 6-minütigen Anamnese-Gespräch erste Kompetenzen in ärztlicher Gesprächsführung erproben und weiterentwickeln. Unterstützung gab es dabei von eigens geschulten Simulationspatientinnen und -patienten. Das Angebot soll am Ende 174 Studentinnen und Studenten auch auf die späteren OSCE-Prüfung vorbereiten.

Bereits dieser erste Durchlauf war ein voller Erfolg. Die Studierenden lobten die Möglichkeit, theoretisch erlerntes Wissen praktisch einzusetzen und – wo notwendig – über gezieltes Feedback der Lehrenden zu verbessern. „Natürlich ist uns bewusst, dass ein Online-Format den unmittelbaren Kontakt zu wirklichen Patientinnen und Patienten nie ganz ersetzen kann. Aber wir sind sehr positiv davon überrascht, wie authentisch und echt die Gespräche verliefen und wie viel unsere Studierenden dabei mitnehmen konnten!“, betont Dr. Stephanie Herbstreit, Medizindidaktikerin an der Medizinischen Fakultät. Den erfahrenen Simulationspatientinnen und -patienten fielen besonders die Konzentration und Ruhe der Teilnehmenden auf.

In einer begleitenden Befragung werden die Erfahrungen von Studierenden und Simulationspatientinnen und -patienten erhoben; diese fließen in zukünftige Angebote ein.

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