Infarktschutz mit Blutdruck-Manschette und HDL – SFB geht in die Verlängerung

Erkrankungen von Herz und Kreislauf sind noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Neue therapeutische Ansätze beim Herzinfarkt untersucht der Sonderforschungsbereich 1116 („Master Switches bei kardialer Ischämie“), den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun bis 2022 verlängert hat. Kooperationspartner sind die Universität Düsseldorf, die Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie Leibniz-Institute in Düsseldorf und Dortmund.

Es geht um sogenannte Effektormechanismen, die während und kurz nach dem Herzinfarkt wichtige Weichen für den weiteren klinischen Verlauf stellen. Zwei SFB-Projekte sind am Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Fakultät der UDE angesiedelt. Sie werden für die nächsten vier Jahre mit insgesamt 1,8 Mio. Euro gefördert und von Prof. Dr. Dr. Gerd Heusch, Prof. Dr. Petra Kleinbongard und Prof. Dr. Bodo Levkau geleitet.

Sie untersuchen, wie das Herz während und nach dem Infarkt geschützt werden kann, indem ein molekulares Schutzprogramm aktiviert wird. Prof. Gerd Heusch: „Dies gelingt bereits durch einfaches Aufblasen und Ablassen einer Blutdruckmanschette am Arm oder Bein. In Folge dessen wird nicht nur der Herzmuskel weniger geschädigt, es sinkt auch die Sterblichkeit der Patienten.“ Die Signalübertragung einer solchen herzfernen Konditionierung wird nun weiter experimentell erforscht. Den direkten Schutz des Herzens vor Infarkt durch Bestandteile des „guten Cholesterins“ im Blut, das HDL, untersucht Prof. Bodo Levkau. Sie in reiner Form dem Herzen als Medikament zuzufügen wäre ein neuer Therapieansatz, der auf die seit Jahrzehnten bekannte Schutzwirkung des HDL aufbaut.

Link zur Website des SFB 1116

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