Impfstoff gegen HIV entwickeln: Dr. Christina B. Karsten ist neu an der UDE/am UK Essen

Vollständig heilen lässt sich HIV bisher nicht, und für eine Schutzimpfung fehlt ein entsprechendes Serum. Dr. Christina B. Karsten möchte dazu beitragen, dass es entwickelt wird. Sie hat die Juniorprofessur für Impfstoffentwicklung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) angenommen und forscht am Institut für HIV Forschung des Universitätsklinikums Essen (UK Essen).
Christina B. Karsten studierte Bioinformatik und Genomforschung von 2004 bis 2008 an der Universität Bielefeld sowie Biologie an der Technischen Universität Braunschweig (2008-2010). Mit ihrer Doktorarbeit, die sie 2014 am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen abschloss, wurde sie 2015 an der Medizinischen Hochschule Hannover promoviert. Danach forschte sie bis 2019 am Ragon-Institut des Massachusetts General Hospital, der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA. Für ihre Forschung an neuartigen Strategien zur Entwicklung von Impfstoffen wurde sie mit einem Preis der Universität Harvard ausgezeichnet.

Das menschliche Abwehrschwäche-Virus HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) wurde in den 1980er Jahren weltweit bekannt. Derzeitige Behandlungen verhindern oder verzögern den Ausbruch der Krankheit medikamentös. Einen wirksamen Impfstoff (Vakzin) gegen die Ansteckung zu entwickeln, ist schwierig. Forschende scheitern bislang daran, dass das Virus diverse Strategien anwendet, um eine Erkennung durch das Immunsystem zu umgehen. Insgesamt gibt es 37,9 Millionen HIV-Infizierte.

Am UK Essen analysiert Professorin Karsten, wie Antikörper mit dem HI-Virus interagieren. „Wir untersuchen besonders die Fluchtmechanismen, mit denen HIV sich der Immunabwehr entzieht“, sagt die 35-Jährige. Den Schwerpunkt legen sie und ihr Team auf die Anti-HIV-Antikörper, die sich gegen die Zuckerhülle des viralen Hüllproteins richten „Zugleich erforschen wir, ob die Zusammensetzung der Zuckerhülle dem Erreger hilft, wertvolle Zeit für die Entwicklung von schützenden Mutationen zu gewinnen. Sie täuscht dem Immunsystem vor, dass es sich bei dem Virus um einen ganz normalen Teil des Körpers handelt“, erklärt sie.

Karstens Professur für Impfstoffentwicklung gehört zu dem vom Bund aufgelegten Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WISNA). Es soll jungen Forschenden einen transparenten und planbaren Weg in die Professur auf Lebenszeit bieten. Bisher werden deutschlandweit 468 dieser „Tenure-Track-Professuren“ gefördert, davon 23 an der UDE.

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