Forschung am Harnblasenkarzinom wird gefördert

Gemeinsam haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen von der Klinik für Urologie (PD Dr. Tibor Szarvas) und dem Institut für Pathologie (PD Dr. Henning Reis, Dr. Saskia Ting) zusammen mit der Klinik für Urologie (PD Dr. Michele Hoffmann) an der Universitätsklinik Düsseldorf erfolgreich Drittmittel für ein Projekt zum Harnblasenkarzinom bei der Wilhelm Sander-Stiftung einwerben können.
Bei dem insgesamt mit 80.000 Euro geförderten Vorhaben geht es um die Entwicklung eines Praxis-tauglichen Marker-Panels, um die Eignung von Patienten mit muskelinvasivem Harnblasenkarzinom (MIBC) zu bestimmten Therapieformen vorherzusagen.

Aktuell liegt die 5-Jahres Überlebensrate beim MIBC bei nur etwas mehr als 50%. Hauptgründe sind unter anderem die molekulare Heterogenität der Tumorart und Resistenzen gegen Cisplatin-basierte Chemotherapien. Um stärker personalisierte Therapiekonzepte realisieren zu können, sind prädiktive Biomarker nötig, die ein Therapieansprechen vorhersagen können. Solche Marker sollten eine biologische und klinische Subgruppen-Stratifizierung (molekulare Subtypen) und Prädiktion des Chemotherapie-Ansprechens (Resistenzmarker) erlauben.

Dazu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein eigenes kondensiertes Set an RNA- und Protein-Biomarker-Kandidaten erstellt, das an einer großen MIBC-Kohorte überprüft werden wird. Dazu sollen Analysen an Gewebe, Serum und Urin durchgeführt werden. Ausgewählte Kandidaten sollen zusätzlich in Zellkultur-Experimenten auf ihre funktionelle Relevanz für die Resistenzvermittlung getestet werden. Ziel ist die Erstellung einer routinetauglichen Methode für die Prädiktion molekularer Subtypen und des Chemotherapie-Ansprechens. Diese Prädiktion ist gerade in heutiger Zeit wichtig, in der neben der Chemotherapie auch die Immuntherapie und zielgerichtete Therapiekonzepte (z.B. gegen FGFR3) für das fortgeschrittene MIBC verfügbar sind.

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