DigitaleHochschule NRW – Medizinische Fakultät erhält begehrte Förderung

Die Digitalisierung der Hochschullehre weiter vorantreiben – darauf zielt die Förderlinie Curriculum 4.0.nrw des Landes ab. Sie stellt ausgewählten Konzepten 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Die Universität Duisburg-Essen ist gleich mit vier Projekten dabei – mit so vielen, wie keine andere Hochschule – eines davon an der Medizinischen Fakultät.
Dr. Stephanie Herbstreit, MME, möchte mit ihrem Gewinner-Projekt „Digitalisierung im Kontext des Medizinstudiums – DiKoMed“ Medizinstudierende auf ein digitales Gesundheitswesen vorbereiten. Denn in ihrem späteren Arbeitsleben werden Studierende mit verschiedensten digitalen Medien umgehen. Digitale Technologien haben die Medizin in den letzten Jahren in verschiedenen Ebenen verändert. „Doch bislang ist die Digitalisierung der Medizin noch nicht ausreichend im unterrichteten Curriculum verankert. Im Berufsalltag ist die Medizin schon heute deutlich digitalisierter als der Studierendenunterricht abbildet“, weiß Dr. Stephanie Herbstreit, Ärztliche Leitung Curriculumsentwicklung Ärztliche Kompetenzen im Dekanat der Medizinischen Fakultät und Oberärztin in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UK Essen.

Im Zentrum steht die Frage, welche neuen Kompetenzen zukünftige Mediziner erwerben müssen, um für eine digitale Gesellschaft und Arbeitswelt in Bezug auf Gesundheits- und Krankheitsfragen vorbereitet zu sein. Digitale Technologien haben die Medizin in den letzten Jahren in verschiedenen Ebenen verändert. Simulation, Robotik, Telemedizin und Big-Data ermöglichen neue Wege in der Diagnostik und Therapie. Eine digitale Infrastruktur und die geschützte Arzt-Patienten-Kommunikation im Rahmen des E-Health-Gesetzes von 2015 ist bereits im Aufbau. Patientinnen und Patienten nutzen digitale Technologien zum Informationserwerb und suchen sich auf diesem Weg nicht selten medizinische Beratung, von der Unterstützung des Lebensstils bis hin zu Beratung. Auch die Zusammenarbeit, die Kommunikation und der Informationserwerb von Ärztinnen und Ärzten hat sich durch Implementierung von Patienten-Management-Systemen, Etablierung von Datenschutzverordnungs-konformen Kommunikationstools zum Austausch von patientenrelevanten Informationen aber auch durch Nutzung von mobilen Clinical-Decision-Making Tools grundlegend geändert.

„Wir werden ein longitudinales Curriculum in Modulform implementieren, welches interaktive Onlinekursen (OER-Format) und Präsenzphasen zur gemeinsamen Reflexion sinnvoll verbindet“, erläutert Dr. Stephanie Herbstreit. Studierende sollen dabei Kompetenzen zu digitalen Technologien in ihrem zukünftigen Arbeitskontext erwerben und bei der Nutzung für das eigene Lernen begleitet werden. Lehrende werden mit Hilfe von interaktiven Onlinekursen und der Möglichkeit des kollegialen Austausches in der Implementierung von digitalen Lehr- und Lerntechnologien unterstützt.

Insgesamt fördern das Land NRW und der Stifterverband 22 Digitalisierungskonzepte an zwölf Hochschulen. Die Förderlinie Curriculum 4.0.nrw unterteilt sich in zwei Kategorien: Die erste betrifft die Weiterentwicklung einzelner Studiengangsmodule, über die jetzt entschieden wurde. Die zweite zielt auf die Umgestaltung ganzer Studiengänge ab. In dieser Kategorie fällt die Entscheidung im Mai.

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