Dem Virus auf der Spur: Verein „Essen.Gesund.Vernetzt.“ fördert Analyse von Abwasserproben

„Essen.Gesund.Vernetzt. – Medizinische Gesellschaft e.V. fördert ein Forschungsvorhaben im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 mit 10.000 Euro. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM) ist es, frühzeitig Mutationen des Virus zu identifizieren, um so schnell wie möglich auf diese reagieren zu können.

„Dies ist möglich, bevor betroffene Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern vorstellig werden: Über die Analyse von Abwasserproben“, erläutert Prof. Dr. Folker Meyer, Medizininformatiker mit dem Schwerpunkt Medical Data Science an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Denn der menschliche Körper scheidet das Virus aus und dieses lässt sich dann in den Klärwerken nachweisen. Prof. Folker Meyer: „In Deutschland nutzen wir diese Chance noch viel zu selten. Gerade ein urbanes Ballungsgebiet wie die Ruhrregion, in der viele Menschen leben, ist dafür prädestiniert.“

Prof. Meyers Forschung an der Universitätsmedizin Essen hat Potential, weit über die Corona-Pandemie hinaus wichtige Erkenntnisse zu liefern. So zum Beispiel als Frühwarnsystem für zukünftige infektiologische Herausforderungen. Darum soll kurzfristig auch eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beantragt werden.

Die feierliche Übergabe an Prof. Dr. Folker Meyer erfolgte durch Dr. Maria del Pilar Andrino Garcia, Vorstandsvorsitzende, und Winfried Book, Geschäftsführer des Essen.Gesund.Vernetzt. – Medizinische Gesellschaft e.V.
Dr. Maria del Pilar Andrino Garcia betonte in ihrer Laudatio die wissenschaftliche und damit gesellschaftliche Relevanz dieses innovativen Forschungsvorhabens. Die frühe Identifikation variabler Mutationen des Virus, so Frau Dr. Andrino, erhöhen die Chance medizinische Maßnahmen schnellstmöglich strategisch anzupassen.

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