COVID-19-Ansteckungsgefahr für Zahnärzte: Bei Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn ist Vorsicht geboten

Zahnärzt*innen müssen am offenen Mund arbeiten und sind besonders gefährdet, sich mit dem aktuellen Coronavirus zu infizieren. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens raten Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen deshalb zu mehr Vorsicht und Achtsamkeit. Patient*innen, die Probleme mit ihrem Geruchs- oder Geschmackssinn haben, wird empfohlen, sich vor einem Zahnarztbesuch auf SARS-CoV-2 testen zu lassen. Laut aktueller Studien ist der Verlust dieser Sinne der eindeutigste Symptomkomplex für COVID-19.
Mit steigenden Infektionszahlen gewinnt für Zahnärzt*innen die telefonische und schriftliche Vorabbefragung zum Gesundheitszustand ihrer Patient*innen wieder an Bedeutung. „Wer von einem akuten Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns berichtet, sollte Termine in der Praxis am besten verschieben und sich auf Corona testen lassen“, empfiehlt Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) am Universitätsklinikum Essen. Dadurch würde das Risiko einer Virus-Einschleppung maßgeblich verringert. „Ausnahmen könnten bei Vorliegen eines aktuellen negativen Testergebnisses sowie in zahnärztlichen Notfällen gemacht werden; dann sollten aber erhöhte Schutzmaßnahmen ergriffen werden“, sagt Stang.

Als Epidemiologe beschäftigen sich die Forschenden am IMIBE von Haus aus mit den Folgen von Epidemien für eine Gesellschaft. Die geschilderten Schlussfolgerungen basieren auf Auswertungen wissenschaftlicher Studien, die das IMIBE-Team mit Handlungsempfehlungen für Zahnärzte verglichen hat. An dem Vergleich wirkten neben Prof. Stang seine IMIBE-Kollegen Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Priv.-Doz. Dr. Dr. Bernd Kowall und Fabian Standl mit. Die Fachzeitschrift „Zahnärztliche Mitteilungen“ berichtet über ihre Ergebnisse in Ausgabe 19/2020 sowie unter http://www.zm-online.de/archiv/2020/19/praxis/die-triage-soll-das-virus-fernhalten.

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