Über 250 Teilnehmer tauschten sich an der FOM Hochschule zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement aus

FOM-Dekan Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger bei der Begrüßung (Foto: Tom Schulte/FOM)

FOM-Dekan Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger bei der Begrüßung (Foto: Tom Schulte/FOM)

„Einfach mal ,Danke‘ sagen ist eine effektive und kostenlose Form des Gesundheitsmanagements.“ Ernst Holzmann, Begrüßungsredner beim 3. Fachforum „Gesundheit. Verantwortung. Oekonomie.“ der FOM Hochschule, zeigte vor über 250 Führungskräften und Personalverantwortlichen in Essen, dass nicht immer aufwändige Konzepte erforderlich sind, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und wertzuschätzen.

„Das große Revierderby des Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ – unter diesem Titel hatte das IOM Institut für Oekonomie und Management gemeinsam mit MedEcon Ruhr e.V., der Contilia Gruppe sowie den Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet zum 3. Fachforum geladen. Gemeinsames Ziel war es, sich über das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement auszutauschen. Neben verschiedenen Fachvorträgen rund um Führung, Mitarbeiterzufriedenheit und Prävention, präsentierten neun regional ansässige Gesundheitsdienstleister ihre Konzepte für Betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Pitch und stellten sich anschließend dem Voting der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Strategieexperte Ernst Holzmann pointierte in seinem Vortrag „Als Vorbild führen: Was Sie von Jogi Löw lernen können“ das Thema Führung mit Anekdoten aus dem Profi-Fußball. Sein Rat an die Führungskräfte: „Am wirkungsvollsten führt man Mitarbeiter durch Vorleben und Vormachen.“ Nick Prosch, Feelgood-Manager der codecentric AG, gewährte in seinem Vortrag Einblicke in das noch neue Berufsbild eines Feelgood-Managers. Dabei wurde deutlich, dass es beim Feelgood-Management nicht um die „Bespaßung“ der Beschäftigten geht, sondern um die Tatsache, dass zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich effizienter arbeiten.

Unter dem Titel „Zukunftsperspektiven des betrieblichen Gesundheitsmanagements“ ging Prof. Dr. David Matusiewicz, FOM-Dekan für Gesundheit & Soziales, auf das Top-Thema Digitalisierung ein – von Gesundheits-Apps bis zu Online Coaching und dem Einsatz von Wearables. „Die Möglichkeiten auf diesem Gebiet sind vielfältig“, so Matusiewicz. „Um die Mitarbeiter zu motivieren, mehr körperliche Bewegung in ihren Alltag zu integrieren, kann man etwa betriebsinterne Wettbewerbe durchführen. So könnte man durch den Einsatz von Wearables die Schritte aller Mitarbeiter zählen, bis eine Strecke vom Büro bis nach New York zurückgelegt wurde.“ Die gesetzliche Perspektive beleuchtete schließlich Andreas Schmidt. Der Geschäftsführer des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung in Köln erläuterte, welche Änderungen das neue Präventionsgesetz vorsieht und welche positiven Effekte zu erwarten sind.

Im anschließenden „Revierderby“ kürten die Anwesenden den Gesundheitsdienstleister insa Gesundheitsmanagement zum Sieger. Das Mülheimer Unternehmen überzeugte mit seinem integrativen Ansatz, das Betriebliche Gesundheitsmanagement ganzheitlich in der Unternehmenskultur zu verankern. Um ihre eigene Gesundheit zu überprüfen, konnten die Besucherinnen und Besucher des Fachforums zudem das Grönemeyer Gesundheitsmobil aufsuchen und von medizinischem Fachpersonal ihre Herz-Kreislauf-Durchblutung und Beweglichkeit testen lassen.

Das Fachforum wurde vor drei Jahren von FOM-Dekan Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger gemeinsam mit Vanessa Schulz, zuständig für Kooperationen im Gesundheitswesen, entwickelt und verzeichnet seitdem steigende Besucherzahlen. Prof. Jäger, der das Gesundheitsforum auch moderierte, zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „Prävention und Gesundheitsförderung sind elementar für ein erfolgreiches Unternehmen.“ Vanessa Schulz ergänzt: „Dass es einen großen Bedarf an Information und Austausch zu diesen Themen gibt, zeigt uns die große Resonanz der 270 Anmeldungen. Wir freuen uns schon auf das nächste Fachforum im Jahr 2017.“