ifpm Institut für Public Management (FOM Hochschule)

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Ob angespannte Haushaltslagen, gestiegene Kunden- und Bürgeransprüche, Trennung von Fach- und Ressourcenverantwortung oder der demografische Wandel – der öffentliche Sektor in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Erforderlich sind neue Strategien der Verwaltungsführung, erforderlich ist ein neuer Public-Management-Ansatz. Hier setzt das ifpm Institut für Public Management der FOM Hochschule an: Es will Veränderungsprozesse im öffentlichen Sektor anstoßen sowie die Planung von Ressourcen und zukunftsorientierten Verwaltungsstrukturen auf Grundlage angewandter Forschung unterstützen – und zwar aus Perspektive einer öffentlichen Betriebswirtschaftslehre mit starkem Praxisbezug.

Schwerpunkte

New Public Management 2.0 (NPM 2.0)

Mehr als 20 Jahre nach Start der kommunalen Verwaltungsmodernisierung in Deutschland stellen sich die Fragen: War´s das? Wie soll es weitergehen? Zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern werden daher praxisorientierte wissenschaftliche Impulse in den Themenfeldern Public Management und Neues Steuerungsmodell erarbeitet und in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen:

  • Welchen Beitrag kann die öffentliche Betriebswirtschaftslehre zu einer Verbesserung der Wirkungsorientierung der Verwaltungsführung leisten?
  • Was bedeutet Strategieorientierung und strategische Führung in der öffentlichen Verwaltung?
  • Welche Spezifika der Organisationsentwicklung und des Change Managements gibt es im öffentlichen Sektor?
  • Wie lässt sich in öffentlichen Verwaltungen eine systematische Personalentwicklung realisieren?
  • Wie verändert Social Media den öffentlichen Sektor?

Public Personnel Management (PPM)

„Employability“ (Beschäftigungsfähigkeit) und „Workability“ (Arbeitsfähigkeit) sind Kernkonzepte, mit denen der erforderliche Strategiewandel auf der Personalseite bewältigt werden kann. Dabei gibt es zwei Grundannahmen:

  1. Die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten des öffentlichen Sektors kann durch ein strategisch orientiertes Personalmanagement wirksam erhöht werden. Dies ist im Hinblick auf die Sicherung zukünftiger Fachkräftebedarfe bei älter werdenden Belegschaften von herausragender Bedeutung und sichert somit die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes.
  2. In gleicher Weise wirkt die Steigerung derBeschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltungen und öffentlichen Betrieben. Denn sie ermöglicht einen verstärkten personellen Austausch des öffentlichen Sektors mit anderen Wirtschaftssektoren und gewährleistet, dass betriebswirtschaftliches Know-how stärker als bisher auf den öffentlichen Sektor hin weiterentwickelt und umgesetzt wird.

Wesentliche Elemente dieser Konzepte sind im europäischen Ausland entwickelt worden. Am ifpm wird daher ermittelt, ob und wie sie nach Deutschland übertragen werden können. Zum Beispiel war das Projekt DAQ – Demografieaktive Qualifizierung in Kommunen in Deutschland in diesem Bereich verortet.

Neues Hochschulmanagement (NHM)

In diesem Themenfeld geht es um die Anwendung und Weiterentwicklung von neuen Ansätzen in einem wichtigen Bereich des öffentlichen Sektors, nämlich den staatlichen Hochschulen. Hier liegt eine besondere Steuerungsherausforderung vor. Die Schwerpunkte liegen auf dem strategie-, personal- und finanzwirtschaftlichen Forschungsbereich.

Neues Kirchenmanagement (NKM)

Die Kirchen sind von spezifischen inhaltlichen Voraussetzungen her entworfene Organisationen, die heute vor tiefgreifenden Herausforderungen stehen. Neben den inhaltlichen Fragen stehen zunehmend Management-Aspekte wie Finanzierungsfragen, Marketing etc. im Fokus.

Links

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Veranstaltungen

Ansprechpartner

Prof. Dr. Gottfried Richenhagen
Direktor
gottfried.richenhagen(at)fom.de

Vizedirektoren:

Prof. Dr. Hans-Dieter Schat
Prof. Dr. Stefan Heinemann