IHK und FOM arbeiten bei gemeinsamem Ausbildungs- und Studienmodell zusammen

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag - vorne v.l.: Prof. Dr. Stefan Heinemann, Dr. Gerald Püchel; hinten v.l.: Dagmar Schneider, Geschäftsleitung FOM Essen; Hans Michaelsen, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung IHK zu Essen; Prof. Dr. Anja Seng (Foto: Tom Schulte/FOM)

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag – vorne v.l.: Prof. Dr. Stefan Heinemann, Dr. Gerald Püchel; hinten v.l.: Dagmar Schneider, Geschäftsleitung FOM Essen; Hans Michaelsen, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung IHK zu Essen; Prof. Dr. Anja Seng (Foto: Tom Schulte/FOM)

Mit dem Ziel, vermehrt Abiturientinnen und Abiturienten im Rahmen eines Dualen Studiums für die Kombination aus Ausbildung und Hochschulstudium zu begeistern, haben die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) und die FOM Hochschule eine Intensivierung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Beide Partner unterzeichneten am 31. März in den Räumlichkeiten der IHK einen entsprechenden Kooperationsvertrag. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das Duale Studium an der FOM Hochschule. Es ermöglicht Studierenden, je nach Zeitmodell nach dreieinhalb oder vier Jahren, nicht nur einen Bachelor-Abschluss, sondern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Das Duale Studium verbindet das wissenschaftliche Arbeiten an einer Hochschule mit einer praktischen Ausbildung in einem Betrieb. Die Studierenden besuchen an zwei Tagen in der Woche die Vorlesungen an der FOM. Die übrige Zeit verbringen sie in ihren Unternehmen und lernen dort die verschiedenen Prozesse kennen. „So können die studierenden Auszubildenden „the best of both worlds“ vereinbaren. Durch Studium und Ausbildung parallel gelingt die Integration von Theorie und Praxis“, so Prof. Dr. Anja Seng, Sprecherin des FOM-Hochschulbereichs Duales Studium.

Viele Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich für ein klassisches Studium und gegen eine Ausbildung. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum die Bewerberlücke für Ausbildungsbetriebe immer drastischere Formen annimmt. Allein in Essen gibt es eine große Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze. „Mit unserer Kooperation wollen wir den Abiturientinnen und Abiturienten die Möglichkeit aufzeigen, Ausbildung und Studium miteinander zu verbinden und nach spätestens vier Jahren mit einer Doppelqualifikation in das Berufsleben zu starten“, so Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Essen. „Diese Doppelqualifikation entspricht nicht nur dem Wunsch nach einem akademischen Abschluss seitens der Nachwuchskräfte, sondern vor allem auch dem Bedarf, der von immer mehr Unternehmen aus der MEO-Region an uns herangetragen wird.“

Das Interesse der IHK-Betriebe an dieser Zusammenarbeit liegt vor allem im flexiblen Zeitmodell begründet, das die FOM Hochschule anbietet. Nicht mehr ausschließlich blockweise besuchen die Auszubildenden ihre Vorlesungen, sondern sie arbeiten drei Tage pro Woche im Unternehmen und gehen an zwei Tagen in die Hochschule. „Dadurch ist es für die Betriebe möglich, ihre Auszubildenden in Projekte einzubinden, da sie dauerhaft am Arbeitsplatz sind“, so Prof. Dr. Stefan Heinemann, Prorektor Kooperationen an der FOM Hochschule. „Gerade das bringt auch Vorteile für die Studierenden, da sie Erfahrung im Unternehmensalltag sammeln und das an der FOM Gelernte sofort im praktischen Arbeitsumfeld anwenden können. IHK und FOM sind damit ideale Partner im Sinne von Studierenden und Betrieben.“

Durch die Kooperation zwischen der IHK und der FOM ergeben sich sowohl für die Arbeitgeber als auch deren Auszubildende Vorteile. „Das duale Ausbildungs- und Studiensystem bietet beste Chancen, jungen motivierten Menschen eine qualifizierende Ausbildung zu ermöglichen und gleichzeitig aktiv gegen den Fachkräftemangel vorzugehen“, betont Dr. Püchel.