Hub.Essen – riesiges Interesse an der Plattform für die digitale Wirtschaft

05.04.2016

Seit dem positiven Ratsbeschluss aus November des letzten Jahres und der zugesagten finanziellen Beteiligung der Stadt steht fest: Essen wird sich darum bewerben, Standort für einen der insgesamt fünf von der NRW-Landesregierung geförderten DWNRW-Hubs zu werden. Ein beeindruckendes Signal, dass auch die Essener Wirtschaft die Bewerbung unterstützt, gab am 5. April 2016 die Auftakt- und Strategieveranstaltung zum Essener Hub.

Rund 80 Teilnehmer beteiligten sich an der von der EWG – Essener Wirtschaftsförderung durchgeführten Veranstaltung im ComIn, dem möglichen Standort für den Hub, der regionalen Plattform für die digitale Wirtschaft. Darunter waren Vertreter des Essener Mittelstandes, der Industrie, von Essener Institutionen und von Startup-Unternehmen wie Calumia, IT square, mifitto und virtualnights. Die Auftaktveranstaltung am Vormittag, die EWG-Geschäftsführer Dr. Dietmar Düdden eröffnete, lieferte Informationen rund um den DWNRW-Hub. So referierte Prof. Tobias Kollmann, Beauftragter für die digitale Wirtschaft, über die Idee und Zielsetzung des Hubs. Das Fazit: Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet in einem rasanten Tempo voran und bietet große Wachstumschancen, eine enorme Innovationskraft und damit die Chance, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Dabei beschränkt sich die Digitalisierung nicht auf IT-Unternehmen. Vielmehr ist sie eine digitale Transformation von Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen in allen Unternehmen.

In einem weiteren Programmpunkt ging es um die Rahmenbedingungen des Förderaufrufs, der am 7. März startete. Er hat zum Ziel, Anreize und Unterstützung für Akteure vor Ort zu schaffen und gemeinschaftliche Investitionen in eine tragfähige Infra- und Finanzierungsstruktur für Startups der digitalen Wirtschaft innerhalb von NRW und als Anlaufpunkt für internationale Startups zu ermöglichen. Vor allem sollen die DWNRW-Hubs zur Drehscheibe für sich gegenseitig befruchtende Kooperationen bei der Zusammenarbeit von Startups, Mittelstand und Industrie werden.

Neben den zahlreichen Unternehmensvertretern im Publikum stellten dann im Podium auch jeweils Vertreter von Startups, Mittelstand und Industrie dar, warum sie sich für den Hub.Essen engagieren wollen. Über ihre Motivation für ein Engagement sprachen Oliver Weimann von der Startup 360 Online Performance Group, Björn Zeien von der mittelständischen opta data Gruppe und Maximiliam Noelle von der RWE AG. Nach der Rede von Oberbürgermeister Thomas Kufen, der dazu aufrief, den Hub zu unterstützen, starteten am Nachmittag parallele Workshops, in denen es um die konkrete Ausgestaltung des Essener Hubs ging. Gemeinsam mit den Unternehmensvertretern erarbeite die EWG – Essener Wirtschaftsförderung unter anderem gewünschte Produkte und Dienstleistungen, Infrastruktur und mögliche Geschäftsmodelle. Die verschiedenen Unternehmen waren gefragt, ihre Anforderungen an den Hub einzubringen, denn der Hub kann nur so gut wie seine spätere Nutzung durch die Wirtschaft werden und er muss vor allem der Wirtschaft Nutzen bringen.

Aus diesem Grund führt die EWG bereits seit September des letzten Jahres Vorgespräche mit Unternehmen, Institutionen und Hochschulen und hat bereits einige interessierte Partner gewinnen können. Zu ihnen gehören unter anderem die BITMARCK Holding GmbH, die IHK zu Essen, die opta data Gruppe, die ETEC GmbH, die Evonik Industries AG, die NATIONAL-BANK AG, die MESSE ESSEN GmbH, die RWE AG, die secunet Security Networks AG, die Sparkasse Essen, die thyssenkrupp AG, die Universität Duisburg-Essen und das Unperfekthaus. Die möglichst breite Beteiligung vieler Partner ist auch eine der Voraussetzungen für den Erfolg einer Bewerbung. Die Bewerbung muss bis zum 1. Juni 2016 beim NRW-Wirtschaftsministerium eingegangen sein. Als Antragstellerin der Maßnahme kann nur eine Inkubator-Gesellschaft als Betreiberin des DWNRW-Hubs fungieren.

Es gibt also noch viel zu tun, will sich Essen um die Fördersumme von maximal 2,5 Millionen Euro bewerben. Dennoch waren sich die an der Veranstaltung Beteiligten einig, dass Essen als starker, breit aufgestellter und zentral gelegener Wirtschaftsstandort im Ruhrgebiet beste Voraussetzungen für den Hub mitbringt.

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