Bildung 4.0 – Transferlernen im Zentrum beruflicher und akademischer Bildung der Zukunft

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Details:
Datum: 22.06.2016
Uhrzeit: 16:00 - 18:00

Veranstaltungsort
FOM Hochschulzentrum

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Vortragende sind

  • Prof. Dr. Frank P. Schulte, Wissenschaftliche Leitung KompetenzCentrum für die Didaktik der Lehre für Berufstätige, FOM Hochschule, Essen
  • Rouven Lippmann, Wissenschaftlicher Referent Prorektorat Kooperationen, FOM Hochschule, Essen

Sowohl Wissenschaft und Wirtschaft, als auch Politik und Gesellschaft sind sich einig: Der digitale Wandel und die mediatisierte Lebenswirklichkeit verändern auch die Art und Weise, in der gelernt und gelehrt wird. Dies betrifft alle Bildungssektoren – von der frühkindlichen Bildung bis zur akademischen und beruflichen Erst- und Weiterqualifikation. Ebenfalls herrscht Einigkeit darüber, dass für eine Teilhabe an solchen digital geprägten Bildungsprozessen die Vermittlung von Medienkompetenz, also der Fähigkeit Medien und ihre Inhalte den eigenen Interessen entsprechend zu nutzen, essentiell ist.

Mit steigender  Angebotsvielfalt an digitalen Medien wird Lernen im Besonderen aber auch individualisierbarer: Lerninhalte, Lernmethoden und Lerngelegenheiten lassen sich viel umfangreicher den eigenen Bedürfnissen entsprechend auswählen, distribuieren und gestalten. Hier wird die metaphorische Brücke zum Wandel der Industrie zur „Industrie 4.0“ geschlagen. Diese erhoffte Individualisierbarkeit und Flexibilisierung von digitalen Lernangeboten –„Bildung 4.0“ – stellt jedoch besondere Anforderungen an die organisationale, inhaltliche und methodische Gestaltung der Angebote: Es muss  selbstverständlich sichergestellt werden, dass sich im Laufe ihrer Rezeption auch Lernerfolge einstellen und dass das Gelernte später auch angewandt werden kann – es muss also zu einem erfolgreichen Wissenstransfer  zwischen den „Lernkontext 4.0“ und „Anwendungskontext 4.0“ kommen. Es nützt niemandem, wenn in der „virtuellen Realität“ die „virtuellen Bagger“ bedient, die  „virtuellen Agenten“ trainiert und die „virtuellen Firmen“ zum Erfolg geführt werden können, diese Fertigkeiten aber später im „realen“ Job nicht erfolgreich angewendet werden können. Nur wenn die Absolventinnen und Absolventen der neuen Lernwelten besonders „transferkompetent“ sind, dann wird es ihnen schnell gelingen, sowohl die eigenen Erwartungen, als auch die der Gesellschaft an Bildung 4.0 zu erfüllen.

Aus diesem Grund werden wir uns in dem Vortrag vor Augen führen, was die Bedingungen erfolgreichen Wissenstransfers nicht nur aber besonders in Zeiten von „Bildung 4.0“ sind. Wir werden diskutieren, welche Anforderungen dies an die Beteiligten akademischer und beruflicher Bildungsprozesse stellt und welche Gestaltungsgrundsätze sich ableiten lassen. Wir werden zeigen, dass im Besonderen (digitale) Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bildungs- und Arbeitswelt, zwischen akademischer und beruflicher Bildung sowie zwischen (Hoch-)Schulen und Unternehmen neue und innovative Qualifikationsmöglichkeiten eröffnen und eröffnen könnten.

Teilnahme kostenfrei, bitte melden Sie sich vorab an unter:
https://www.fom.de/sv/veranstaltung-1-essener-wissenschaftssommer-bildung-4-0-transferlernen-im-zentrum-beruflicher-und-akademischer-bildung-der-zukunft.html

Veranstalter: FOM Hochschule für Oekonomie und Management